{"id":871,"date":"2019-05-13T17:28:27","date_gmt":"2019-05-13T15:28:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scriba-schreiber.de\/?p=871"},"modified":"2019-10-07T17:55:25","modified_gmt":"2019-10-07T15:55:25","slug":"neuerscheinung-2019-federflug-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/?p=871","title":{"rendered":"Federflug 24 &#8211; ab sofort im Shop erh\u00e4ltlich"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwei neue Fundst\u00fccke f\u00fcr die Eduard Scriba-Ausstellung:<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#8222;Reise durch die Schweiz im Sp\u00e4tsommer 1835\u201c <br> mit Hermann Wiener und <br> Gedicht in lateinischer Sprache von Gustav Soldan <br> zu Eduards Geburtstag 1834 oder 1835<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem ich 2016 am \u201eRundbuch der Familie Scriba\u201c (Federflug 21 und 22) und 2017 an einer Dokumentation \u00fcber meinen Ururgro\u00dfonkel Eduard Scriba (Federflug 23) gearbeitet hatte, flog mir Anfang 2019 wieder ein interessantes St\u00fcck Familiengeschichte ins Haus: Karin Scriba, Schriftf\u00fchrerin des Scriba-Familienbundes, schickte mir ein Heft: \u201eReise durch die Schweiz Sp\u00e4tsommer 1835\u201c von Eduard Scriba, 80 engbeschriebene Seiten in winziger, gleichm\u00e4\u00dfiger deutscher Sch\u00f6nschrift, mit Zeichnungen erg\u00e4nzt (eine Karte mit der Reiseroute, <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bild-3-Reisebericht-1835-Karte-1-1-1024x836.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Bild-3-Reisebericht-1835-Karte-1-1-1024x836.jpg\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Berge, die bestiegen wurden mit vielen Details und H\u00f6henlinien und die drei Eidgenossen, die auf der R\u00fctli-Wiese geschworen haben sollen). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"817\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bild-1-Reisebericht-1835-Tab.-B-3-817x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-907\" srcset=\"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bild-1-Reisebericht-1835-Tab.-B-3-817x1024.jpg 817w, https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bild-1-Reisebericht-1835-Tab.-B-3-239x300.jpg 239w, https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bild-1-Reisebericht-1835-Tab.-B-3-768x963.jpg 768w, https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bild-1-Reisebericht-1835-Tab.-B-3-624x782.jpg 624w, https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bild-1-Reisebericht-1835-Tab.-B-3.jpg 1565w\" sizes=\"auto, (max-width: 817px) 100vw, 817px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Karin hatte es von Hannes Scriba, D-Linie, Urenkel von Ferdinand (Eduards 10 Jahre j\u00fcngerer Bruder), Enkel vom Wetterfelder Eduard, Sohn von Ferdinand Scriba und K\u00e4the Palm, bekommen. In dieser Reihenfolge wurde der Reisebericht wohl weitergegeben und wird so schlie\u00dflich zu Hannes gekommen sein. <br> Eduard hatte in jedem Jahr seines Aufenthalts in der Schweiz von 1833 bis 1836 Wanderungen unternommen. In Federflug 23 befinden sich Ausz\u00fcge einer Wanderung von 1834 mit Sch\u00fclern der Privatschule Solitude in Lausanne, an der Eduard Lehrer war, aus alten Scriba-Familienbl\u00e4ttern. Der vollst\u00e4ndige Bericht scheint nicht mehr zu existieren. Ein vollst\u00e4ndiger Reisebericht einer zweit\u00e4gigen Wanderung von 1836, kurz vor der Ausweisung aus der Schweiz, ausf\u00fchrlich dokumentiert von Ferdinand Scriba, der mit Bruder Eduard wandern wollte, um die hohen Berge der Alpen zu bewundern, ist in Federflug 23 vollst\u00e4ndig \u00fcbernommen. Das Original befindet sich im Staatsarchiv Darmstadt, von dort bekam ich 2017 eine digitalisierte Kopie. <br> Nachdem ich gerade schon eifrig angefangen hatte, den Reisebericht von 1835 zu transkribieren, erfuhr ich durch den direkten Kontakt mit Hannes, dass er diese Arbeit schon vor etlichen Jahren gemacht hatte und sogar ein Buch in kleiner Auflage hatte drucken lassen, welches ich samt der Datei von ihm bekam. Ich musste also nicht mehr transkribieren und tippen, stattdessen habe ich die Datei mit dem Original verglichen, die alte Rechtschreibung wieder \u00fcbernommen und in Fu\u00dfnoten und einer tabellarischen Gegen\u00fcberstellung den Zusammenhang mit Federflug 23 hergestellt. <br> Der Reisebericht ist nicht nur eine liebevolle Landschafts- und Naturbeschreibung der knapp sechsw\u00f6chigen Wanderung der beiden Freunde Eduard und Hermann Wiener durch einen gro\u00dfen Teil der Schweiz (meistens zu Fu\u00df von Lausanne \u00fcber Lauterbrunnen, Glarus, St. Gallen zum Bodensee, weiter nach Schaffhausen, Z\u00fcrich, zur Rigi, nach Luzern, Interlaken, Bern und zur\u00fcck nach Lausanne, um nur einige Stationen hier zu nennen), sondern er\u00f6ffnet Einblicke in das Denken und Handeln der Vorm\u00e4rz-Revolution\u00e4re, die in der Schweiz im \u201eJungen Deutschland\u201c und \u201eJungen Europa\u201c politisch t\u00e4tig waren. <br> Neu erfahren habe ich durch diesen Reisebericht zum Beispiel, dass Eduard wohl am Steinh\u00f6lzlifest teilgenommen und auf der Wanderung 1835 den preu\u00dfischen Spion Ludwig Lessing aus Freienwalde, meiner Heimatstadt, tats\u00e4chlich kennengelernt hatte. Er erlebte mit, wie Lessing den Fl\u00fcchtling Ehrhardt ohrfeigte, worauf es zu einem Duell kam, bei dem Ehrhardt verletzt wurde. Bald darauf wurde Lessing ermordet. Der M\u00f6rder wurde nicht gefunden. Durch das Aufsehen erregende Steinh\u00f6lzlifest und den Mord an Lessing u. a. kommt es 1836 zur Ausweisung von Fl\u00fcchtlingen aus der Schweiz. Das trifft auch Eduard und Hermann.<br> Georg B\u00fcchner lie\u00df  in Briefen an seine Eltern durchblicken, dass diese Fl\u00fcchtlinge durch ihre politische Bet\u00e4tigung gegen das Asylrecht versto\u00dfen h\u00e4tten und damit zu Recht auszuweisen sind. Ja, das kann man so sehen. <br> Und doch liest man in dem Reisebricht auch von der Begeisterung, mit der Eduard die Schweizer Demokratie erlebt und beschreibt und sich durch die Freiheit in der Schweiz befl\u00fcgelt f\u00fchlt, sich weiter f\u00fcr Ver\u00e4nderungen in seiner hessischen Heimat und in ganz Deutschland einzusetzen. <br> Schon als Junge hatte er sich f\u00fcr Schillers \u201eWilhelm Tell\u201c begeistert, nun suchte er mit Hermann den Ort auf, wo die Eidgenossen ihren Bund gegr\u00fcndet haben sollen, und f\u00fchlte sich best\u00e4rkt, f\u00fcr die Freiheit von der Willk\u00fcr der Herrschenden zu k\u00e4mpfen.<br> Durch den Reisebericht habe ich noch einmal mehr verstanden, was ihn bewegte, warum er sich engagierte, statt sich auf eine b\u00fcrgerliche Existenz vorzubereiten, wie viele seiner Freunde, die sp\u00e4ter Lehrer, Pastoren, Juristen, Professoren, Familienv\u00e4ter \u2026 wurden. Er kommt mir n\u00e4her als durch die Dokumentation (Federflug 23), in der u. a. die Texte \u00fcber ihn und seine politischen Briefe, die er in seiner Funktion als Pr\u00e4sident des \u201eJungen Deutschland\u201c schrieb, zu finden sind. Der Reisebericht ist eine sinnvolle Erg\u00e4nzung und rundet das Bild um das Pers\u00f6nliche ab, das wir uns von Eduard machen k\u00f6nnen.  So a\u00dfen die Freunde unterwegs nicht nur gern \u201eK\u00e4s und Brod\u201c zu guter Alpen-Milch oder Wein (den sie  unterwegs in ihren Korbflaschen mit sich f\u00fchrten), sondern auch Kartoffeln mit Butter und Salz. Eduard war ein ausgezeichneter Koch von Kartoffel-Pfannkuchen, die er abends in manchen \u201eWirthsh\u00e4usern\u201c selbst zubereitete und mit anderen genussvoll verzehrte. Auch das macht ihn mir so sympathisch!<br> Ich denke, dass es sich auch f\u00fcr den Familienbund lohnt, diesen Reisebericht noch einmal drucken zu lassen, damit auch Eduard, der Revolution\u00e4r, der 1837 schon starb und keine Familie gr\u00fcnden konnte, einen Platz und ein Andenken in der gro\u00dfen Familie beh\u00e4lt. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Dank an Karin Scriba, die mir das alte Heft geschickt und mich zu dieser Arbeit ermuntert hat.<\/li><li>Dank an Hannes Scriba, der den Text transkribiert und weitergegeben hat, und mit dem ich mich anregend austauschen konnte.<\/li><li>Dank an meine Schulfreundin Juliane B\u00f6cker-Storch, die ein lateinisches Gedicht von Gustav Soldan, der zu Beginn der Wanderung dabei ist, f\u00fcr seinen Freund Eduard zum Geburtstag am 22. M\u00e4rz 1834 oder 1835 \u00fcbersetzt hat. Dieses Gedicht, das ich auf Latein schon vor zwei Jahren vom Staatsarchiv in Darmstadt erhielt, findet nun in diesem Teil C der \u201eAusstellung von Fundst\u00fccken\u201c (Federflug 24) einen Platz im Anhang. <\/li><li>Dank an meinen Vater Eberhard Bondick (D-Linie, Urenkel von Ferdinand \u2013 wie Hannes), der mein Interesse an den alten Familiengeschichten geweckt hat.<\/li><li>Dank an meinen Mann Dr. Oskar C\u00f6ster, der sich inzwischen auch f\u00fcr die Familiengeschichten interessiert, mich tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt hat und mir eine Arbeit zur Verf\u00fcgung gestellt hat, die er 1970 als Kollegiat in Mainz geschrieben hat und die die Epoche der \u201eRestauration und Revolution von 1815 bis 1850\u201c kurz und knapp darstellt. Ich finde sie passend f\u00fcr Federflug 23 und 24 (siehe Anhang), um Eduards politische Vorstellungen (Liberalismus, demokratische Bewegung, nationale Idee und europ\u00e4ische Zusammenh\u00e4nge) und Ziele historisch einordnen zu k\u00f6nnen. Diese fast 50 Jahre alte Arbeit ist auch ein \u201cFundst\u00fcck\u201c. Sie kam zum Vorschein, als wir im April 2019 wegen einer f\u00e4lligen Dachsanierung den Boden leer r\u00e4umen mussten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Hamburg im Fr\u00fchjahr 2019<\/p>\n\n\n\n<p>Regine C\u00f6ster-Bondick<\/p>\n\n\n\n<p>                                               <\/p>\n\n\n\n<p>                                                                                                                                                                                                                                              <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"299\" height=\"417\" src=\"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Titelfoto-Eduard-Reisebericht-1835.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-908\" srcset=\"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Titelfoto-Eduard-Reisebericht-1835.png 299w, https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Titelfoto-Eduard-Reisebericht-1835-215x300.png 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">Federflug 24 ist erscheinen<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">und im SHOP zum Preis der Druckkosten 14,00 Euro erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei neue Fundst\u00fccke f\u00fcr die Eduard Scriba-Ausstellung: &#8222;Reise durch die Schweiz im Sp\u00e4tsommer 1835\u201c mit Hermann Wiener und Gedicht in lateinischer Sprache von Gustav Soldan zu Eduards Geburtstag 1834 oder 1835 Nachdem ich 2016 am \u201eRundbuch der Familie Scriba\u201c (Federflug 21 und 22) und 2017 an einer Dokumentation \u00fcber meinen Ururgro\u00dfonkel Eduard Scriba (Federflug 23) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=871"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":945,"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/871\/revisions\/945"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scriba-schreiber.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}